Programm

MiniLarp Workshop: Die Bierdeckel-Methode

Fotor01012120719

Der Workshop konzentriert sich darauf, wie man Szenarien schreibt, die ohne die Anwesenheit der Autoren wiederholt gespielt werden können.

Dabei werden die Referenten unterschiedliche Herangehensweisen für das Design von  MiniLarps vorstellen und euch einen Blick in ihre “Werkzeugkiste” zur Szenario-Entwicklung erlauben. Anschließend erhalten die Teilnehmer die Gelegenheit selbst kreativ zu werden, um in kleinen Gruppen Szenarien zu entwickeln.

 

Taisia Kann hat das Hobby Larp für sich 1997 in ihre Heimat Russland entdeckt. Sie verfolgt seit Jahren die Entwicklung von Larp auf internationaler Ebene, immer auf der Suche nach innovativen Konzepten. Dabei findet sie, dass MiniLarps den einfachsten Weg zu Larp-Spaß und Immersion bieten, ohne störende Setting-Unreinheiten und Outtime-Blasen.

Larson Kasper besucht und veranstaltet Larps seit 1996 und glaubt nicht, dass die Qualität eines Larps von vielen Teilnehmern oder langer Spielzeit abhängt. Außerdem glaubt er, dass zu viel Spielleitung das Spiel nur stört.

FRED 2014

Ihr habt 2013 oder 2014 ein außergewöhnliches Larp-Projekt umgesetzt?

Dann bewerbt Euch jetzt um den FRED!

Mit diesem Award zeichnet der Deutsche Liverollenspiel-Verband (DLRV) besonders schöne oder innovative Konzepte aus, um so die Weiterentwicklung von Larp zu fördern und zur Nachahmung anzuregen. Der Preis ist als Auszeichnung für all diejenigen gedacht, die durch ihren Einsatz das Hobby voranbringen und soll Orga-Teams die Möglichkeit geben, ihre Spiele einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen. Zu gewinnen gibt es, neben dem Ruhm, eine kleine Statue, die an den inoffiziellen Namensgeber Fred Schwohl erinnert.

Um den diesjährigen FRED können sich alle LARP-Veranstalter, -Gruppen oder -Enthusiasten bewerben, die zwischen dem 1. Januar 2013 und dem 30. Juni 2014 schöne Ideen rund um das Hobby Liverollenspiel umgesetzt haben.

Der Preis wird u.a. in folgenden Kategorien vergeben:

  • Idee: Bereich klassische Fantasy
  • Idee: Bereich Alternative Genres
  • Ausstattung
  • Medien
  • Nachwuchs- und Familienförderung
  • LARP mit Bildungs- und Weiterbildungskonzept

Um die Teilnahme zu vereinfachen und eine bessere Vergleichbarkeit sowie transparentere Bewertungskriterien zu ermöglichen, erfolgen die Bewerbungen anhand eines Fragebogens.

Die Bewerbungsphase endet am 1. November. Informationen und die Bewerbungsunterlagen gibt es unter www.fred.larp-mittelpunkt.de.

Und plötzlich war’s ein Festival …

10 Dinge an denen Du merkst, dass Dein LARP ein Groß-Con geworden ist

Foto_FabianGeuss1

Ab wann sind Gruppendynamiken wichtiger als Einzelgeschichten? Wofür braucht man eine Quarantäne-Station auf einem LARP ohne Seuchenplot? Und wie viel Rollenspiel kann auf einem Groß-Con eigentlich noch stattfinden? Anhand von 11 Jahren ConQuest-Realität wird hier die Frage gestellt: Kann ein Con „zu groß“ sein?

 

Als Veranstaltungsleiter des ConQuest hat Fabian Geuß seit den Anfängen 2004 maßgeblich zu dessen Entwicklung beigetragen, dabei so einige Veränderungen miterlebt und das Veranstaltungskonzept immer wieder weiterentwickelt. Zu seinen Projekten der letzten Jahre zählt auch „LARP mit!“ – eine Kampagne, die auf Probleme aufmerksam machen soll, welche gerade auf Liverollenspielen in Festival-Größe entstehen. Abseits von Mythodea ist er seit 1997 begeisterter LARPer. Dabei ist er zwar fest im Fantasy-Genre verwurzelt, aber hin und wieder auch auf Gegenwarts- und Endzeit-Cons zu finden.

Jedes Kind hat das Recht auf ein Schwert!

Foto_LarsonKasper

‚Vater-Mutter-Kind‘ oder ‚Räuber & Gendarm‘ sind wohl nicht nur die ältesten Larps, sondern möglicherweise auch die ältesten Spiele überhaupt – naja, zumindest Ersteres… Wieso also nicht Fantasy-Larp mit Kindern und Jugendlichen spielen? Larson Kasper hat hier in den letzen Jahren einige Erfahrungen gesammelt und berichtet von Stolpersteinen, Dos & Don’ts und sagt Euch wieso Ihr das unbedingt auch tun solltet.

 

Larson Kasper besucht und veranstaltet Larps seit 1996. Auch wenn er ständig neue Genres ausprobieren möchte, drückt er Kindern am liebsten Schwerter in die Hände.

The Red Carpet Party

Stars und Sternchen aufgepasst!

Der MittelPunkt präsentiert die ultimative Red Carpet Party!

Direkt im Anschluss an die Zeremonie der FRED-Verleihung am Samstag findet die glamouröseste Larper-Party des Jahres statt.
Glimmer, Glamour and more.

Werft euch in eure Star-Outfits und genießt das Blitzlichtgewitter der Fotografen!

Zeigt euch von euren besten Star-Seite, langweilt euch bei Small Talks, lästert über die anderen, trinkt die Cocktailbar leer und tanzt als gäbe es kein morgen!

Roter Teppich inklusive.

Einladung: Hiermit ausgesprochen
Dresscode: Zieh dich wie ein Star an
Laune: Nur die beste!
Location: Folge dem roten Teppich…

Kurz und böse: The Hour of the Rant

Versagen wir Larper in Kommunikation mit Nicht-Larpern? Sind Orks heute nicht mehr so fuchteinflössend wie in “der guten alten Zeit”? Werden Spieler zu Larp-Verbrauchern? War generell früher alles besser? Können die anderen eine wunderbare neue Larp-Idee nicht akzeptieren? Nervt dich dieser MiniLarp-Trend? Ja? Dann kotz Dich hier darüber aus!

Auch dieses Jahr darf sich auf dem Mittelpunkt ordentlich über Larp und Larper aufgeregt werden! Den Rahmen dazu gibt die „Hour of Rant“ (oder auf gut deutsch „Meckerstunde“), in der in kurzen Reden (bis 5 Minuten) über Larp-bezogene Probleme hergezogen werden kann.

Also, wenn “die Larper” deiner Meinung nach irgendwas “total falsch” machen, dann ist das DEINE Chance aufzustehen, laut darüber zu reden, Missstände anzuprangern und Entwicklungsmöglichkeiten für die Larp-Szene aufzuzeigen! Egal ob ernst gemeint oder augenzwinkernd – Hauptsache unterhaltsam!

Wenn du etwas zu sagen hast, schick uns bitte bis 9.11. das Thema deiner Rede und eine kurze Inhaltsbeschreibung (2-3 Sätze) an programm@larp-mittelpunkt.de.

Die AG Deutsche Larp-Forschung im Deutschen Liverollenspiel Verband

BjörnOleMyriel

In diesem Vortrag stellen Björn-Ole Kamm und Myriel Balzer die 2013 gegründete AG „Deutsche Larp-Forschung“ vor. Die Arbeitsgruppe hat sich zum Ziel gesetzt, Forscher und Interessierte in Deutschland zu vernetzen, den Austausch zu fördern und neben weiteren Ressourcen eine Expertendatenbank zur Verfügung zu stellen. Der Vortrag wird Einblicke in die bisherige Tätigkeit geben und die zukünftige Vorgehensweise diskutieren. Dem Vortrag folgt eine offene Fragerunde, die angehenden Forschern einen Raum bieten soll, Informationen für die Planung und Durchführung von MA- und Doktorarbeiten in den Bereichen Larp und Rollenspiel zu erhalten.

 

Björn-Ole Kamm ist akademischer Mitarbeiter am Cluster “Asia and Europe in a Global Context” an der Universität Heidelberg. Als Japan- und Kommunikationswissenschaftler arbeitet er an seiner Dissertation zu Kontroversen, Dynamiken und Akteuren in transkulterellen Austauschprozessen zwischen Japan und Europa im Bereich von Tisch- und Live-Rollenspielen. Als Magie-Lehrmeister ist er auf Jugendlarps in Franken und auf der Astralebene unterwegs.

Myriel Balzer (1981) arbeitet als selbstständige Game Designerin und Game Researcherin. Im Jahr 2008 schloss sie ihr Studium der Soziologie, Psychologie und Friedens- und Konfliktforschung als Diplom-Soziologin ab und veröffentlichte 2009 ihre Diplomarbeit unter dem Titel „Live Action Role Playing – Die Entwicklung realer Kompetenzen in virtuellen Welten“ beim Tectum Verlag. Nach einer Anstellung als Lead Game Designerin machte sie die Arbeit unter ihrem Label Phoenix Game Design (www.phoenixgamedesign.de) zu ihrem Hauptberuf und entwickelt nun vorallem digitale Spiele. Sie veranstaltete ihr erstes eigenes Live Rollenspiel im Jahr 2001 und hat seit frühen Kindesbeinen Kontakt mit Rollenspiel und Fantasy.  

Warum jeder geile Film einen tollen Soundtrack braucht

Foto_GregorKnape

Musik und Soundeffekte spielen seit den Anfangstagen Hollywoods eine wichtige Rolle. Im Larp gibt es regelmäßig Szenen mit Musik und Soundeffekten, viele hervorragend eingebunden, einige eher uninspiriert und fehl am Platze. Gregor Knape berichtet in diesem Vortrag von seinen Erfahrungen und gibt praktische Hinweise, wie man mit Geräuschen und Musik eine Erlebenstiefe schaffen kann, die nur mit Umgebungsgeräuschen nicht erreichbar ist. Anschließend besteht die Möglichkeit sich über die Probleme und Möglichkeiten „Hollywood-Sound“ in Larps einzubauen auszutauschen.

 

Gregor Knape besucht und veranstaltet seit 20 Jahren LARPs und setzt dort zur Unterstützung der Spielatmosphäre immer wieder Musik, Soundeffekte und ganze Hörspielsequenzen ein.

 

Game Design Dokumente für Larps und Edu-Larps

Foto_MyrielBalzer

Oftmals scheitern die besten Plotideen in der Umsetzung an einer mangelnden Dokumentation im Vorfeld der Veranstaltung. Ganz besonders, wenn mehrere Personen zusammen eine Vision umsetzen wollen, benötigen sie ein gemeinsames Fundament.

Bei digitalen Spielen wird diese Herausforderung über sogenannte Game Design Dokumente (GDD) gelöst. In solchen werden alle wichtigen Informationen, die das zukünftige Spiel betreffen, festgehalten. Diese Dokumente lassen sich auch für Live Rollenspiele fruchtbar einsetzen.

Im Vortrag erklärt Myriel Balzer anhand eines Praxisbeispiels, wie man ein larptaugliches GDD aufbaut und verfasst. Zudem stellt sie mit dem Game Organization Document (GOD) ein nützliches Tool vor.
Myriel Balzer (1981) arbeitet als selbstständige Game Designerin und Game Researcherin. Im Jahr 2008 schloss sie ihr Studium der Soziologie, Psychologie und Friedens- und Konfliktforschung als Diplom-Soziologin ab und veröffentlichte 2009 ihre Diplomarbeit unter dem Titel „Live Action Role Playing – Die Entwicklung realer Kompetenzen in virtuellen Welten“ beim Tectum Verlag. Nach einer Anstellung als Lead Game Designerin machte sie die Arbeit unter ihrem Label Phoenix Game Design (www.phoenixgamedesign.de) zu ihrem Hauptberuf und entwickelt nun vorallem digitale Spiele. Sie veranstaltete ihr erstes eigenes Live Rollenspiel im Jahr 2001 und hat seit frühen Kindesbeinen Kontakt mit Rollenspiel und Fantasy.  

Katzenretten und Heldenreisen

Wie ein Hollywood-Drehbuch funktioniert und was wir im LARP davon lernen können.

Foto_DanielJungblut

Seit 100 Jahren beschäftigt sich die Filmindustrie mit der Frage, wie man einem möglichst großen Publikum eine möglichst spannende Geschichte erzählen kann. Über Jahrzehnte haben sich bestimmte Erzählweisen etabliert, die nicht nur funktionieren, sondern auch in fast jedes andere Medium übertragen werden können. Was das für Erzählweisen sind, wie man sie im Plotbuch eines LARPs einsetzt und warum Leinwandhelden gut beraten sind, in den ersten Minuten des Films eine Katze zu retten – das alles im Vortrag.

 

Daniel Jungblut hat als Kulturwissenschaftler erst die Geschichte, später dann das Schreiben für sich entdeckt und arbeitet jetzt als Autor und Redenschreiber in Köln. Er hat 1996 zum ersten Mal ein LARP besucht und ist dem Hobby bis heute treu geblieben – wenn auch zunehmend hinter den Kulissen als Orga, Plotschreiber oder Schwätzer im NSC-Raum, der anderen ungefragt von früher erzählt.