Programm

Larp Census – die ersten Ergebnisse

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Der Larp Census ist eine weltweite Online-Befragung für Larper. Das Projekt verfolgt das Ziel die ersten quantitativen Informationen über LARP und LARPer weltweit zu sammeln und anonymisiert allen Interessierten frei zur Verfügung zu stellen. Außer zur Befriedigung reiner Neugier soll die Erhebung Datenmaterial für LARP-Wissenschaftler beschaffen.

Die Befragung wurde am 1.10.2014 online gestellt und bereits über 26.000 mal ausgefüllt. Bis Ende des Jahres wird die Datenerhebung voraussichtlich weiter geführt, die Ergebnisse sollen nächstes Jahr veröffentlicht werden. Exklusiv für den Mittelpunkt wurden die ersten Ergebnisse für Deutschland bereits jetzt ausgewertet und auf der Veranstaltung präsentiert.

 

Taisia Kann hat am Projekt beratend mitgewirkt und freut sich die ersten Larp Census-Ergebnisse mit euch teilen zu können. Sie larpt seit 1997 und verfolgt seit Jahren die Entwicklung von Larp auf internationaler Ebene. Wenn sie nicht spielt, arbeitet sie im Bereich Marktforschung und glaubt, dass Zahlen mehr aussagen können als tausende theoretische Konzepte.

 

Wie DKWDDK die Heldenreise tötet

Thomas

 

Von der Möchtegernelite gefeiert als “das Beste wo gibt”, das mit Abstand beliebteste Regelwerk im Larp-Kalender und angeblich hervorragend darin, den Spielspaß bestmöglich zu fördern: das ist DKWDDK. In der Con-Realität macht es aber jede Heldenreise praktisch unmöglich. Und hatten wir damals z.B. im P&P nicht auch irgendwie Spaß mit der Weiterentwicklung der Charakterfähigkeiten? Es wird Zeit aufzustehen und das geheiligte DKWDDK in die Schranken zu weisen!

 

Aufgrund von Furcht vor politischer Verfolgung durch die LARP-Kabale möchte sich der Speaker nicht öffentlich outen. Er larpt aber seit gut sieben Jahren und hat als Hauptmann im 30-Jährigen Krieg, Chaosbösewicht, Elfenprinz, Cowboy, Spacenazi oder irischer Einwanderer schon über viele Tellerränder geschaut.

 

Larp und Steuern

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In diesem Vortrag findet ein Rundflug über üblicherweise mit Larp zusammenhängenden steuerlichen Themen statt. Ab wann ist man gewerblich tätig? Was ist ein Kleinunternehmer? Was sind die Vor- und Nachteile der verschiedenen Gesellschaftsformen? Wie erlange ich als Verein die Gemeinnützigkeit? Der Vortrag enthält ausreichend Zeit für Rückfragen.

Der Steuerfachwirt Daniel Pause arbeitet seit 2009 als freier Mitarbeiter für die rechts- und steuerberatenden Berufe und kann namenhafte Kanzleien zu seinen Kundenkreis zählen. Bereits als 10-jähriger kam er mir Pen & Paper in Kontakt. Seid 2007 macht er Larp und bespielt mit der Freien Reisegesellschaft Schwarzer Rabe e.V. Mythodea und hat sich im Rahmen der Vereinsgründung 2013 die Gemeinnützigkeit erstritten.

Kurz und gut: VARP – das etwas andere Larp

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Habt Ihr schon mal Rollenspiel oder Larp spielen wollen und niemand war in der Nähe? Computerspiele sind schon lange Online, warum also nicht auf Live Rollenspiel über das Internet spielen? In diesem Beitrag stellt Stefan Deutsch eine Variante des Online-Larps vor, die einfach und schnell umzusetzen ist. Das Spiel nennt sich “Viewscream”.

 

Stefan Deutsch ist Mitinitiator des MittelPunkts, einer der Autoren des Silbermond-Regelwerks (wir waren jung und hatten kein Geld), larpt seit 20 Jahren und weiß schon von daher einfach alles besser. Hauptberuflich macht er eigentlich irgendwas mit Computern, aber wenn er nicht gerade Larps für NGOs und Unis organisiert beschäftigt er sich zur Zeit mehr mit Windeln und Babyfläschchen. In Tansania.

Ideen und Anregungen auf den Punkt gebracht – Unter dem Label “Kurz und gut” werden jeweils 4-6 kurze Vorträge zu einem Themenbereich zusammengefasst. Die geplanten Kategorien sind: Organisation, Finanzierung, Design (Kostüme, Props, Kulissen etc.) und Dramaturgie (Inszenierung, Plot-Gestaltung etc.).

Larp und Recht

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Der Vortrag beinhaltet eine kurze Einführung in allgemeine Fragen des Vertrags- und Haftungsrechts mit einem kurzen Exkurs ins Strafrecht. Da dies erfahrungsgemäß viel mehr Fragen provoziert als beantwortet, ist der überwiegende Teil der Zeit für deren Beantwortung vorgesehen.

 

Peter Marhöfer ist Richter am Amtsgericht und in den letzten 14 Jahren vorwiegend mit Zivil-, Familien- und Strafsachen befasst gewesen. Sein zweites Staatsexamen hat er noch zu Zeiten der D-Mark, genauer im Jahr 2000 abgelegt. Seither hat die Juristerei Gelegenheit gehabt, die Reste des so genannten „gesunden Menschenverstandes“ zu zersetzen…

Etwa zur selben Zeit hat er angefangen, gelegentlich zu larpen (manche werden sagen, dass auch die Leitung einer Gerichtsverhandlung ein Larp darstellt…).

Rechtsberatend war der Referent nie tätig, das überlässt er gerne den Kollegen Anwälten –

warum, erläutert er auf Rückfrage gern. Dem Mittelpunkt als Veranstaltung ist er quasi von Anfang an als Teilnehmer und Referent verbunden.

 

Cosmic Joke präsentiert „Treasure Trapped“

Die Regie präsentiert:

Die Produktionsfirma “Cosmic Joke” freut sich ankündigen zu können, dass ihre Larp-Dokumentation “Treasure Trapped” Teil des MittelPunkt 2014 sein wird.

Es handelt sich um die erste internationale Aufführung des Films überhaupt! Als Besucher des MittelPunkts habt Ihr die einmalige Gelegenheit diese Dokumentation vor allen anderen zu sehen – wir hoffen, sie wird euch gefallen!

Zur Einstimmung ist hier der brandneue Trailer zu Treasure Trapped:

https://www.youtube.com/watch?v=pz_1p1wfDOI

Larp-Kulturen spielerisch definieren

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Was genau macht bei einem NSC-Barbarenstamm das „barbarische“ aus? Ist es relevant, welche soziale Hierarchie in einem klassischen Fantasydorf besteht? Und wie stellt die SL sicher, dass alle Teilnehmer ähnliche Vorstellungen vom gemeinsam bespielten Hintergrund haben?

In diesem Workshop werden Methoden vermittelt, durch die Spieler und/oder NSCs die Eigenarten der von ihnen bespielten Kultur definieren und so ein gemeinsames Verständnis für sie entwickeln. Der Workshop beginnt mit einem kurzen Überblick zu nützlichen Workshoptechniken, anschließend werden die Teilnehmer einige dieser Techniken ausprobieren, kurze Szenen spielen, diese gemeinsam analysieren und mit den Ergebnissen weiterarbeiten.

 

Martina Ryssel ist Ingenieurin und Larperin seit 1998. Mit Interesse an (fast) allen Genres hat sie sowohl spielerisch als auch als Organisatorin schon in einer Menge unterschiedlichen Richtungen Erfahrungen gesammelt und hat besonderes Interesse an Mini-Larps und Larps mit vorgegebenen Rollen.

Karsten Dombrowski hat Geschichte und Politikwissenschaft studiert und arbeitet seit 2007 im Zauberfeder Verlag, unter anderem als Chefredakteur der Zeitschrift LARPzeit – Das Live-Rollenspiel-Magazin. Seit er 1993 zum ersten Mal mit Larp in Berührung gekommen ist, fasziniert ihn dieses Hobby – insbesondere die Arbeit hinter den Kulissen. Im Verlauf der letzten 20 Jahre hat er zahlreiche große und kleine Cons organisiert bzw. bei deren Umsetzung mitgewirkt.

Kurz und gut: Akademisches Larp/Larp mit Akademikern

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Dieser Beitrag dreht sich um ein experimentelles Larp, das nicht bei einer Larp-spezifischen, sondern einer “gewöhnlichen” akademischen Konferenz mit ausschließlich Nicht-Larpern durchgeführt wurde. Die Organisatoren Julia Becker und Björn-Ole Kamm diskutieren die Schwierigkeiten bei einem derartigen Unterfangen, wie beispielsweise das extreme Zeitlimit, aber auch die positiven Reaktionen des wissenschaftlichen Publikums auf Momente der Immersion.

 

Julia Becker lehrt und forscht im Bereich British Cultural Studies an der TU Dortmund. Sie hat es sich zum Ziel gesetzt, Steampunk, Fantasy und Konsorten in akademischen Zirkeln „salonfähig“ zu machen, ist Mitglied der AG Deutsche Larp-Forschung des DLRV und larpt seit Kurzem auch auf wissenschaftlichen Konferenzen.

Björn-Ole Kamm ist akademischer Mitarbeiter am Cluster “Asia and Europe in a Global Context” an der Universität Heidelberg. Als Japan- und Kommunikationswissenschaftler arbeitet er an seiner Dissertation zu Kontroversen, Dynamiken und Akteuren in transkulturellen Austauschprozessen zwischen Japan und Europa im Bereich von Tisch- und Live-Rollenspielen. Als Magie-Lehrmeister ist er auf Jugendlarps in Franken und auf der Astralebene unterwegs.

Ideen und Anregungen auf den Punkt gebracht – Unter dem Label “Kurz und gut” werden jeweils 4-6 kurze Vorträge zu einem Themenbereich zusammengefasst. Die geplanten Kategorien sind: Organisation, Finanzierung, Design (Kostüme, Props, Kulissen etc.) und Dramaturgie (Inszenierung, Plot-Gestaltung etc.).

Kostümdesign für Fantasy-Kulturen

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Wenn alles frei erfunden werden kann, wie findet man dann die Grenzen und Regeln, die zu einem stimmigen Gesamtkonzept führen? Welche Überlegungen kann man anstellen, damit ein Kostümkonzept nicht wahllos zusammengewürfelt wirkt, sondern zusammenpasst und eine glaubhafte Gesamtwirkung erzielt? Und welche Möglichkeiten gibt es, dem Ganzen auch etwas Lebendigkeit einzuhauchen?

 

Seit einigen Jahren schon beschäftigt sich Rebecca Vinken mit der Ausarbeitung von ungewöhnlichen Charakterkonzepten. Seien es Menschen, Elfen oder Tierwesen; ein besonderes Augenmerkt liegt immer auf dem kulturellen Hintergrund der Figuren und wie sie diese Eigenheiten im Umgang mit anderen Charakteren darstellen können.